Es werden zwar immer mehr aber schlussendlich würde ich sagen entscheiden sich weniger als die Hälfte meiner Bräute dafür, dass Getting Ready fotografieren zu lassen. Der Grund ist häufig „da bin ich viel zu nervös.“ oder „ne das brauchen wir nicht“. Es ist häufig unklar, was der Fotograf da soll oder die Paar denken, dass sich die Wohnung nicht dafür eignet. Na dann lasst uns mal mit Bedenken aufräumen und die Besonderheiten dieser Tageszeit herausarbeiten:

1. Zeit mit deinen Herzensmenschen

Beim Getting Ready habt ihr nur eure Herzensmenschen um euch. Sei es Freundin, Mama oder Geschwister. Eine ganz besondere Zeit an einem Tag an dem ihr wenige Stunden später mit vielen anderen Menschen beschäftigt seid. Eure Lieben sind genauso aufgeregt und werden beim Styling mit in die Hochzeitsreportage integriert. So hilft zum Beispiel die Mama beim Schließen des Kleides und die Schwester lässt es sich nicht nehmen das Armband anzulegen. Auch entstehen tolle Bilder beim Anstoßen mit dem kühlen Sekt oder Freudentränen, wenn der Papa die Tür betritt und seine geliebte Tochter zum ersten Mal im Kleid sieht. Einfach unbezahlbar!

Getting Ready Pro Augsburg

2. Details des Hochzeitstages

Komme ich bei euch an schnappe ich mir erst einmal alle Accessoires und suche mir ein schönes Plätzchen an dem ich diese ablichten kann. Diese ganz besonderen Kleinigkeiten wie der Schmuck, das Parfum, ein Talismann wurden vorab sorgfältig ausgewählt. Auch habe ich schon erlebt, dass die Mama oder Trauzeugin noch ein Geschenk für die Braut parat hatte. Besonders rührend war ein Taschentuch mit dem Duft der verstorbenen Oma, der die Braut zu Tränen rührte. Emotionen pur! Auch haben wir Zeit, das Kleid abzulichten, die Spitze und sonstige Details aufzunehmen oder auch die Brautfrisur und das Make Up ins allerschönste Licht zu stellen.

Getting Ready Pro

3. Fotografin als Störfaktor

Du denkst „Puhhh aber ich bin doch so nervös und ich möchte niemand fremdes dabei haben.“? Bei meiner Arbeit als Hochzeitsfotografin ist es mir sehr wichtig, dass die Chemie zwischen uns stimmt. Ihr habt mich auf „Herz und Nieren“ geprüft ☺ um an Ende eine Fotografin zu haben, bei der ihr euch wohl fühlt. Ja, ihr werden aufgeregt sein (Aber alle anderen um euch herum auch – vielleicht ist da ja ganz gut wenn noch jemand da ist). Ja, ich werde euch eventuell in Unterwäsche sehen. Aber ich hoffe, dass ich an diesem Punkt eures Hochzeitstages keine Fremde mehr sein werde. Ich möchte Euch als Freundin begegnen, der ihr vertraut, die ihr fragen könnt, wenn ihr euch unsicher seid und die euch als Ruhepol zur Seite steht.

4. Unvorteilhaftes Fotos

Ich glaube viele Bräute denken, dass ich als Fotograf während des gesamten Stylings neben ihnen sitzt und die Kamera auf das ungeschminkte Gesicht mit den Lockenwicklern hält. Nein so ist es nicht. Ich bin meist in der letzten Stunde, max 1,5 Stunden mit dabei. Fotografiere ich den Mann ebenfalls beim herrichten plane ich dafür 30 Minuten ein. Ich komme dann immer dazu wenn das Styling fast fertig ist. Außerdem: Ich fotografiere niemanden in Unterhose! Ich greife erst dann zu meiner Kamera, wenn das Kleid schon hochgezogen und die Anzugshose mit dem Knopf geschlossen wurde.

5. Spitzel für den anderen

Für mich ja immer die coolste Vorstellung! Ich bin der Spitzel für den Ehepartner. Braut und Bräutigam sind vor der Hochzeit fast immer getrennt. Was treibt der Liebste eigentlich mit seinen Kumpels? Und wie sah eigentlich die Stylistin aus? Was, ihr habt schon Sekt getrunken? Klar, kann man das erzählen aber Bilder sagen da einfach mehr aus und lassen den anderen Rückwirkend dabei sein.

Für mich gehört das Getting Ready einfach dazu zu einer Hochzeitsreportage. Ein Buch lesen wir ja auch nicht ab der Mitte.

Tipps zum Getting Ready gibt es HIER.

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