Gedanken zur Sommersonnwende

Ist es wirklich schon der 21. Juni? Der Wendepunkt für die Sonne – die Tage werden von nun an wieder kürzer. Geht es euch auch so und ihr fragt euch, wo sind die letzten 6 Monate geblieben? Bei mir war unglaublich viel los, tolle Dinge, wunderbare Reisen, verrückte Dinge aber – so wie in jedem Leben – gab es auch unglaublich schwere Tage.

„…mache es einfach zu deinem Eat, Pray, Love.“

Das Jahr begann für mich mit einem lauten Knall – nämlich auf einer Dachterrasse im ersten Bezirk in Wien. Nach einem turbulenten Jahresende tat es so gut, dieses Jahr einfach abzuschließen und positiv in das Jahr 2018 zu starten. Die Nacht wurde erst mal durchgetanzt und nach meiner Rückkehr in Bayern hieß es dann Ranklotzen. Ein paar Tage vor Silvester hatte ich nämlich die Idee einen Flug nach Neuseeland zu buchen. Mitte Februar ging es los und davor gab es noch einiges zu erledigen. Neue Webseite & Branding, Kundentermine und Fotoshootings. Für die Urlaubsplanung war nicht viel Zeit also saß ich am 10.02. komplett planlos im Flugzeug (für mich als Planer habe ich dafür einen Orden verdient). Auf dem Weg zum Flughafen habe ich noch die Sprachnachricht einer Freundin erhalten die sagt „…mache es einfach zu deinem Eat, Pray, Love.“ Diese Worte haben mich sehr gerührt und irgendwie war es am Ende auch so. Der Monat in Neuseeland lässt sich wirklich nur schwer in Worte fassen. (Mal sehen ob mir das irgendwann mal gelingt dann kriegt ihr einen Reisebericht).

Wieder zurück musste ich mich erst einmal wieder im Alltag zurechtfinden. Aber viel Zeit dafür war nicht, denn es ging dann richtig rund mit Projekten, Shootings und Hochzeiten. Dazu war ich viel unterwegs und privat und für Jobs im Allgäu, Südtirol, Straßburg, München und Salzburg. Ach Gottchen und 30 bin ich dazwischen auch noch geworden *lach*.

„Wer den Mut hat, aufzustehen und seinen kühnsten Träumen nachzujagen, wird vom Leben mit wunderbaren Abenteuern belohnt.“ – Oprah Winfrey

Blicke ich zurück bin ich wirklich überwältigt von diesem Halbjahr. Letztes Jahr war ich mir nicht sicher, ob das so der richtige Weg für mich ist. Ich war unzufrieden mit mir selbst und meiner Arbeit. Am vergangenen Wochenende durfte ich eine Hochzeit in Salzburg begleiten. Seit 1,5 Jahren freue ich mich auf diesen Tag. Vorab war ich schon echt nervös. Obwohl ich Salzburg studiert habe, kannte ich die Location nicht und es waren einfach viele „unbekannte Faktoren“. Am Ende war es ein wunderbarer Tag und ich war/bin so glücklich und dankbar, dass ich diese Arbeit tun darf. Hätte man mir während meines Studiums gesagt „siehst du das Schloss da oben? Da wirst du mal eine Hochzeit fotografieren – als selbstständige Fotografin.“ – ich hätte gesagt, ähm ja klar – wie wenn ich Hochzeitsfotografin werden will. Tja und da sieht man doch einfach mal wieder das man dem Leben nur vertrauen muss. Irgendeine Kraft richtet es am Ende schon. Diese Kraft schleppt dich durch die schweren Zeiten, führt dich wieder auf den Weg damit du am Ende da landest, wo du hingehörst. Und wer weiß, was das nächste halbe Jahr für uns bereit hält?

So mit diesen Worten verabschiede ich mich jetzt. Für mich geht es gleich nach München und morgen früh ab in den Flieger nach Estland. Jaanipäev (estnisches Midsommerfest) will gefeiert werden. Im Gepäck all die wunderbaren Erinnerungen an die letzten 6 Monate.


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