Believe in yourself…

Arbeitet man kreativ, dann sind Zweifel, Selbstkritik und daraus resultierender Frust gern mal an der Tagesordnung. Überall wird man mit Bildern konfrontiert – Facebook, Instagram, Blogs und Magazine. Dabei nicht an der eigenen Arbeit zu zweifeln ist nicht immer leicht. Wie heißt es so schön, woanders ist das Gras immer grüner. Der Kollege X hat die schöneren Hochzeiten, das Fotografenpaar shootet nur an den schönsten Orten und Kollegin Y hat irgendwie eine hippere Bildbearbeitung. Oder Gedanken wie „was die fotografiert erst 2 Jahre und macht solche Bilder?“ – und du? Die Kunst liegt darin, sich selbst nicht klein zu machen. Natürlich sind nicht alle Fotografen so. Aber ich bin so. Ich vergleiche mich mit anderen, aber das treibt mich jeden Tag aufs Neue an um besser zu werden. Probiere mich aus. Plane Projekte und suche Inspiration außerhalb der Fotografie-Welt.

Doch eigentlich weiß ich ganz genau, dass ich am Ende nur so fotografieren kann, wie es mein Herz/meine Intuition mir sagt. Ich bin ein ganz starker Gefühlsfotograf. Ich bin keine die ein Bild vorher vor dem inneren Augen sieht. Selbst wenn ich mir zurechtlege, welche Bilder ich bei einem Shooting bekommen möchte, welche Anweisungen ich gebe und welche Posen das Paar machen soll, während dem Shooting ist alles vergessen oder Gespür lenkt mich doch in eine andere Richtung. Inzwischen weißt ich das. Manchmal überrasche ich mich dann selber mit einem Bild, das komplett neu für mich ist. Dann freue ich mich, denn das heißt ich habe mich weiterentwickelt. Ich muss akzeptieren, dass meine eigene Weiterentwicklung ihren ganz eigenen Puls hat. Ich muss mich immer wieder daran erinnern, welcher Weg hinter mir liegt und wie dankbar ich dafür sein kann, wo ich heute stehe.

Wem geht es so? Arbeitet ihr kreativ? Was ist eure größte Inspiration?
Ich freue mich auf eure Kommentare & Mails!

Inspo Portugal

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